Generalverdacht

05.01.2016 von | 3 Kommentare

Man hört in den Nachrichten:

Muslime darf man nicht unter Generalverdacht stellen…

Flüchtlinge jetzt bitte nicht unter Generalverdacht stellen…

Nordafrikaner bloß nicht unter Generalverdacht stellen…

Hat man in der hiesigen Geschlechterdebatte jemals gehört:

 

MÄNNER DARF MAN NICHT UNTER GENERALVERDACHT STELLEN?

 

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Kommentare

  • aga80 schrieb am 6. Januar 2016 at 16:49:

    Diese Frage stelle ich mir seit diese Diskusion hoch kocht.

    Das interessante war, das ich vorhin auf n24 Bilder von 2013 aus dem arabischen Frühling gesehen habe, die auch in Absonderung einzelner Frauen gegipfelt sind mit dem Kommentar (weiß nicht ob es stimmt) das es in diesem Umfeld zu vielen Vergewaltigungen gekommen sei.

    Klar ist nur ein, da wird auf uns noch einiges zu kommen, da ist weder eine Links Gegenderte Sichtweise noch eine Rechtsnationalistich verblendette Sichtweise hilfreich.

  • Ich habe noch nie Flüchtlinge, Muslime, Nordafrikaner oder überhaupt Ausländer unter Generalverdacht gestellt. Das sollte man ja auch nicht machen, zumal die vollkommen unterschiedlich sind, wie ich immer wieder erlebt habe.

    Auch Frauen sollte man nicht unter Generalverdacht stellen. Aber das tut ja auch fast nie jemand. (Auch Frauen unterscheiden sich beispielsweise in ihren geschlechterpolitischen Standpunkten so stark voneinander, wie es stärker kaum sein könnte.)

    Aber ihre einfach geniale Frage, ob man jemals gehört hat, dass man Männer nicht unter Generalverdacht stellen darf, kann ich leider nur mit einem klaren “nein” beantworten.

    Wir stehen gerade dann, wenn es um Konflikte mit dem anderen Geschlecht geht, seit über 40 Jahren unter ständigem Generalverdacht. Und das darf nicht sein. Ein ähnlicher Generalverdacht gegen Frauen wäre ebenfalls völlig unangemessen.

    Was die Übergriffe auf Frauen in Köln betrifft: Die duldet in der Männerrechtlerszene vermutlich kaum einer bis gar keiner, ich dulde sowas jedenfalls nicht.

    Eigenartig ist aber schon, dass der “#Aufschrei” damals wegen Herrn Brüderles Kompliment an eine Journalistin irgendwie lauter und schriller wirkte als die Reaktionen des Feminismus auf die Sylvesternacht in Köln.

  • Fiete schrieb am 6. Januar 2016 at 21:58:

    Es geht eben nicht nur um den kulturellen Hintergrund der Täter, sondern auch um den der weiteren Menschengruppen im Umfeld der Geschehnisse.

    Mir stellt bei solchen, oder ähnlichen Ereignissen immer sofort eine grundsätzliche Frage:
    Wie kommen Menschen, im konkreten Fall Menschengruppen ( welche und in welcher Anzahl auch immer ), auf den offenbar verführerischen Gedankengang, zu bestimmten Anlässen jegliche Achtung vor den grundlegendsten Regeln menschlichen Anstands zu vergessen und sich derart menschenverachtend benehmen zu können?
    Seltsamerweise habe ich in keiner der bisher gelesenen Berichte und Stellungnahmen dazu diese Frage wiedergefunden.
    Jetzt frage ich mich: Warum nicht?
    Die naheliegenden Spekulationen dazu lasse ich hier und jetzt weg, da sie z.T. denn doch in letzter Konsequenz zu einer “Migrantendiskussion” führen könnten, obwohl ich die möglichen Ursachen und Hintergründe eher als “deutsches Problem”, besser gesagt, als Konglomerat z.T. widersprüchlicher Probleme ( z.B. der Akzeptanzhierarchie der [ Staats-]Feministen und dem bundesweit bekannten Karnevals- u. Sylvesterschlampentum [ besonders ] im Ruhrpott, als gegenläufige soziale Symptome ) betrachte.

    Was mich allerdings derbe verwundert, ist die Tatsache, daß jetzt mal wieder reichlich Leute, die vorgeblich auch auf Seiten der Männer stehen, ein altes feministisches Gerücht unhinterfragt repetieren und damit einem alten und wahrscheinlich völlig unschuldigen Mann ziemlich unfreundlich nachreden.

    Tatsache ist, daß es nicht den geringsten ernstzunehmenden Hinweis darauf gibt, daß Brüderle je versucht hat, einer angebl. Journalistin ( eher wohl bis Dato erfolgslosen Redaktionspraktikantin ) ein Kompliment zu machen, schon gar kein verunglücktes.
    Tatsache ist jedoch auch, daß die Dummformel von der “Dirndltauglichkeit” dem Sprachschatz von Laura Himmelreich ( also genau der, die das Gerücht aus Karriereinteresse in die Welt gesetzt hat ) entstammt.
    Dieselbe hatte nämlich nachweislich eben diese Eigenschaft Monate vorher schon Ilse Aigner sexistisch angedichtet.
    Wer sich seinerzeit auch nur halbwegs kritisch mit dem Aufkreischshitstorm befasst hat, sollte eigentlich nahezu zwangsläufig über diese Fakten gestolpert sein.

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