Monika Ebeling Kontakt

 

Vita

Monika Ebeling  (Jg. 59) ist das jüngste von vier Kindern. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen in einem kleinen Dorf auf. Nach dem Realschulabschluss besuchte sie die Fachoberschule Verwaltung und Rechtspflege und studierte später an der FH Sozialarbeit/Sozialpädagogik.

Ebeling war etliche Jahre als Pflegemutter tätig und lebte zeitweise mit bis zu 9 Kindern unter einem Dach.  Drei Töchter, ein Sohn, zwei Schwiegersöhne und zwei Enkelkinder motivieren sie, sich auch weiterhin den aktuellen Fragen zur Gleichstellung von Mann und Frau, zu stellen.

Sie  ist seit Jahrzehnten für Frauen und ihre Themen aktiv. Als junge Frau und Mutter gründete Ebeling Frauen- und Mütterkreise, engagierte sich  bei Frauenfrühstücken und war auch in politischen Frauengruppen aktiv.  Sie hat einschlägige Frauenliteratur gelesen und sich in Frauenfragen umfänglich informiert.  Viele der bekannten feministisch geprägten Autorinnen haben ihr Interesse geweckt und ihr Denken und Handeln geprägt. Sie hat sich mit feministischen Thesen auseinandergesetzt, Frauenbiographien gelesen und sich im eigenen Frauenalltag für Emanzipation und Gleichberechtigung von Frauen eingesetzt.

Probleme und Anliegen von Frauen im Alter erlebte sie hautnah im Krankenhaussozialdienst und in der Altenpflege, die Notlagen alleinerziehender Mütter waren Thema während ihrer Tätigkeit in der Müttergenesung. Fehlende Kinderbetreuung und der Spagat zwischen Familie und Berufe sind ihr aus eigener Erfahrung, aber auch aus den zahlreichen Beratungsgesprächen mit Frauen, vertraut. Mit Fragen und Problemlagen rund um Trennung und Scheidung setzt sie sich bereits seit 20 Jahren auseinander. Damals wurde  noch nicht jede 3. Ehe geschieden. Dass der Trennungswunsch häufig von Frauen ausgeht hat sie nachdenklich gemacht.

Ebeling arbeitete z.B. in der Drogenarbeit, in der  Krankenhaussozialarbeit, im Kinderheim und der Müttergenesung. Sie übte Lehrtätigkeiten an der Alten- und Krankenpflegeschule aus. Während ihrer Berufsjahre führt sie zahllose Beratungsgespräche, überwiegend mit Frauen.

In ihren Arbeitsfeldern hat sie, spätestens mit Beendigung der Zusatzqualifikation zur systemischen Familientherapeutin Anfang der 1990 ´er, stets eine ganzheitliche Herangehensweise gewählt. Geschlechtersensibles Arbeiten ist ihr, bereits seit mehr als einem Jahrzehnt, ein wichtiges Anliegen.

Zuletzt war sie Kita Leitung und kommunale Gleichstellungbeauftragte bei der Stadt Goslar. Als Gleichstellungsbeauftragte mahnte sie mehr Geschlechtersensibilität bei Trennung und Scheidung an. Ihr war aufgefallen, dass berechtigte Anliegen von Vätern in der Beratungs- und Familienrechtspraxis oft nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dies sei nicht im Sinne der Kinder, da Kinder ein Anrecht auf Umgang mit Vater und Mutter hätten, so Ebeling.

Häusliche Gewalt und Kindesmissbrauch sind ihr durch Berufs- und Lebenserfahrungen bekannt. Ebeling setzt sich für eine geschlechtersensible und nicht einseitig parteiliche Sicht auf männliche und weibliche Opfer, sowie männliche und weibliche Täter ein.

Eine Ausstellung ´Gegen Gewalt in Paarbeziehungen´, die in ihrer Kommune gezeigt werden sollte,  prangerte sie an, weil diese die einseitige Parteilichkeit für Frauen im Kontext der häuslichen Gewalt betone. Das sei  nicht zielführend für eine familienorientierte Lösung des Problems der häuslichen Gewalt in Familien, so Ebeling. Sie verweigerte die Unterstützung dieser Ausstellung und zog sich damit den persönlichen Ärger einiger regionaler  Frauenrechtlerinnen zu. Diese gründeten eine Initiative mit dem Ziel Ebeling als Gleichstellungsbeauftragte loszuwerden. Das ist letztlich dann auch mit Hilfe der kommunalen Politik gelungen.

Ihre Abberufung als kommunale Gleichstellungsbeauftragte sorgte bundesweit allerdings für Aufsehen. Die Frankfurter Allgemeine Rundschau, die Stuttgarter Nachrichten, Die WELT, die Bildzeitung, die ZEIT, der Focus, die Süddeutsche, der Spiegel u.a. berichteten zur Sache.

Die Inklusion der Männerpolitik in die heutige Gleichstellungspolitik  als Pendant zur Frauenpolitik ist für Ebeling kein Widerspruch, sondern konsequente Fortentwicklung moderner Gleichstellungspolitik.

Ebeling verlor nach der Abberufung auch ihren Arbeitsplatz als Leitung einer Kindertagesstätte. Die örtliche FDP hatte, aufgrund eines Artikels „Stoppt endlich die Geschlechterapartheid“ im Focus im Sommer 2011, einen Ratsantrag auf Absetzung als Kita Leitung und eine dienstrechtliche Abmahnung gefordert. Daraufhin folgt örtlich eine weitere öffentliche Kampagne gegen Ebeling, der sie letztendlich nicht mehr standhalten konnte.

Fragen und Rückmeldungen unter:

Email:   MonikaEbeling@gmx.de

Mobil:   0160/98555571

Post:      Postfach 1816 in 38008 Braunschweig