Deutungshoheit

11.01.2016 von | Kommentare geschlossen

Seit 1973 gibt es einen Pressekodex. Der lehnt sich u.a. an das Grundgesetz Artikel 3 an und formuliert: ´Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden´. Pressearbeit soll keine Vorurteile gegen die o.g. Gruppen schüren, heißt es auch noch.

Zugleich und wohl auch mit Unterstützung der öffentlichen Meinungsbildung durch die Massenmedien, hat sich diese Grundidee innerhalb der vergangenen 43 Jahre zu einem, teilweise ungeschriebenen, Regelwerk weiter entwickelt und wirkt auf die Inhalte von Artikeln und Reportagen und mehr noch, auf das Verhalten und das Sprechen vieler Menschen, die dieses Regelwerk bereits verinnerlicht haben.

Die Ereignisse in der Silvesternacht haben den Pressekodex nun teilweise ad absurdum geführt. Die überwiegend ´weiblichen Opfer´ sprechen von ´nordafrikanisch bzw. arabisch aussehenden männlichen Tätern´. Mittlerweile sollen weit über 500 Anzeigen bei der Polizei eingegangen sein, die sich überwiegend auf dieses Täterschema beziehen sollen.

Die Polizei ist also die erste, die es erwischt. Eigentlich darf sie in ihren Pressemitteilungen die Sachlage nicht so verschriftlichen, wie es die Opfer in ihren Anzeigen und Täterbeschreibungen formulieren. Die Pressemitteilungen werden ja veröffentlicht und auch von der Presse übernommen. Was ein Polizeibeamter auf den Schreibtisch bekommt, wird normalerweise im Sinne des Pressekodex ´bereinigt´ an die Öffentlichkeit gebracht. Aber, wie macht man das, wenn die Sache so aus dem Ufer läuft, wie in dieser Silvesternacht?

In der allgemeinen Öffentlichkeit wurde die Herkunft der Täter  in Windeseile verbreitet. Der Öffentlichkeit konnte man nun nicht mehr so einfach Sand in die Augen streuen und von ´unbekannten männlichen Tätern´ sprechen.

Mit der Offenbarung des Heimatlandes der ´mutmaßlichen Täter´ wurden die gegen Frauen gerichteten sexuellen Attacken speziell. Mehr noch, man ordnete die Übergriffe zusätzlich einer bestimmten Religion zu. Es war in diesem besonderen Moment nicht möglich das Geschehen als allgemeinen Sexismus von Männern gegen Frauen zu verkaufen, wie es sonst reflexhaft geschieht.

Mit Zeitverzögerung kam zuerst die örtliche Presse in Wallung. Sie kehrte den eigenen Pressekodex unter den Teppich, schlug sich auf die Seite der weiblichen Opfer und sprach genau das aus, was Frauen gesagt hatten.

Das sollte man als ein historisches Ereignis!

Andere Medien zogen verspätet nach.

Mittlerweile ist der Verteilungskampf über die Deutungshoheit der Geschehnisse in der Silvesternacht in Köln in vollem Gang.

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Frauenfeindlich – Fremdenfeindlich?

11.01.2016 von | Kommentare geschlossen

Wenn nordafrikanisch oder arabisch aussehende Männer Frauen mit  deutscher Staatsangehörigkeit sexuell belästigen, sie bedrohen und gegen sie körperliche Gewalt anwenden, könnte das statt Frauenfeindlich vielleicht auch als Fremdenfeindlichkeit gewertet werden?  Vielleicht?

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Auch Männer ausgeraubt und vergewaltigt

06.01.2016 von | 1 Kommentar

Es heißt am Kölner Bahnhof hielten sich zeitweise rund 1.000 Menschen überwiegend nordafrikanischer oder arabischer Herkunft auf. Mittlerweile sind bei der Polizei etwa 100 Anzeigen von Frauen UND von Männern eingegangen. Über die Anzeigeninhalte der Männer hört man so gut wie nichts.

Es sind in Köln und anderswo aber auch Männer von nordafrikanisch oder arabisch aussehenden Männergruppen beraubt und angegrabscht worden. Diese Masche des Einkreisens und Antanzens  im Verhältnis 10 : 1 ist ja mittlerweile in vielen Großstädten eine gängige Praxis. Ein bischen Blabla, eine kleine scheinbar freundschaftliche Rangelei, etwas Lachen gemischt mit kleinen Drohgebärden und schon sind Handy und Geldbörse futsch.Und nicht nur das.

Da wird ein Mann dann auch noch seines Selbstbewusstseins und seiner inneren Sicherheit in seiner eigenen Heimatstadt beraubt. Wege, die so vertraut waren, wird er nun meiden. Plätze, die ihm lieb und teuer waren, sind nicht mehr die seinen.Er geht anschließend ´anders´ durch die Welt.

Sollen unsere Söhne und Freunde jetzt auch nur noch in der Größe einer Hundertschaft auf die Straße gehen, um sich zu amüsieren?

Es scheint, als ob ´sexuelle Belästigung´ einer Frau mehr Gewicht hat, als alles, was einem Mann widerfahren könnte. Es hat ein paar Tage gedauert, aber endlich steht es dann in der Zeitung: ´Ein AUFSCHREI der Empörung´. Da isser wieder. Der Aufschrei. Aber Schreien hilft jetzt nichts. In einem Aufschrei steckt mehr Hysterie als Not tut und das lenkt von echten Lösungsvorschlägen und realistischen Lösungsstrategien ab. Es geht ja hier um weit mehr, als ums Begrabscht werden. Schon kapiert, Mädels?

Ich frag mich jetzt gerade, wieviele Männer ohne Migrationshintergrund am Kölner Bahnhof gewesen sein mögen. Und wenn sie dort nicht mehr so gern verkehren, warum das wohl so ist? Sind sie vielleicht auch schon angetanzt und eingekreist worden und haben ihre Lehren daraus gezogen?

Übrigens: Soeben höre ich in den regionalen Nachrichten, dass ein männlicher Jugendlicher im Rathaus der Stadt Wolfsburg von einem Flüchtling vergewaltigt worden sein soll. Der Junge hat sich sofort einem Menschen anvertraut und er konnte eine gute Personenbeschreibung abgeben, sodaß der Täter jetzt bereits in U-Haft sitzt.

http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Stadt-Wolfsburg/Schrecklich-Jugendlicher-im-Rathaus-vergewaltigt

Ich bin gespannt auf eine Stellungnahme aus dem Wolfsburger Rathaus, der dortigen Gleichstellungsbeauftragten und der dortigen Frauennetzwerke zu dieser Straftat. Ob es eine Demo vor dem Rathaus geben wird, auf der man Plakate sieht  auf denen steht ´Keine Gewalt gegen Männer´?

 

 

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Ein neues Feindbild

06.01.2016 von | Kommentare geschlossen

Im Kontext der Vorfälle in der Silvesternacht am Kölner Bahnhof kommt es mir gerade so vor, als ob da einigen die Brille verrutscht, nur um ´Schuld´ bei irgendeiner  anderen Adresse, als bei einem ´Täter´ abladen zu können.

 

 

 

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Genosse Willy Brandt

06.01.2016 von | Kommentare geschlossen

Bundeskanzler (1969 bis 1974) WILLY BRANDT, SPD in einer Regierungserklärung 1973:

“Es ist aber . . . notwendig geworden, dass wir sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten. Wir dürfen das Problem nicht dem Gesetz des augenblicklichen Vorteils allein überlassen. Also wird es auch gelten, diese Dinge im Zusammenhang darzustellen und Lösungsvorschläge daraus abzuleiten.“

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