Männer haben einfach keine Lobby

22.01.2017 von | 2 Kommentare

Vortrag im Schloss Schönfeld, Kassel.  Zum Jahresauftakt am 20.1.2017

http://www.verein-schloss-schoenfeld.de/

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich danke Ihnen, dass ich  in dieser schönen Kulisse vortragen darf. Wunderbar, dass Sie Freude daran haben, sich heute Abend mit einem Männerthema zu befassen. Mit der Gleichberechtigung ist es ja wie in einem guten Telefonat zu dem beide Seiten etwas beizutragen haben.

Ein Oberbürgermeister, für den ich einmal tätig war, formulierte den treffenden Satz: Diskriminierung kennt kein Geschlecht!  Wenn man aber Beiträge zur Geschlechtergerechtigkeit liest, so ist da fast immer von Frauen die Rede. Hin und wieder erlaube ich mir dann den Spaß und setze für das Wort ´Frau´ einfach mal das Wort ´Mann´ ein. Da geht einem hier und da ein Licht auf.

Finden Sie nicht auch, dass es an der Zeit ist Benachteiligungen die Männer treffen, nicht länger zu bagatellisieren? Es soll in diesem Vortrag nicht um eine Aufrechnung Frauen gegen Männer oder Männer gegen Frauen gehen. Wenn man allerdings über das eine Geschlecht redet, bleiben Gedanken zum anderen Geschlecht nicht aus. So groß ist die Anziehungskraft. Über Benachteiligungen zu sprechen, die Männer treffen können, wird die Errungenschaften für Frauen nicht schmälern. Eher im Gegenteil!

Möchte man sich über Benachteiligungen von Männern offen auseinandersetzen, dann erntet man leider viel zu oft ein müdes Lächeln. Angeblich seien Männer doch das ´starke Geschlecht´. Männer hätten überwiegend die Macht und ihnen gehöre der Großteil des Geldes. Männer würden herrschen und beherrschen. Und das alles natürlich am liebsten über Frauen Na, wenn das mal nicht nur die halbe Wahrheit ist.

All diese Glorie, die das männliche Geschlecht fälscherweise umschwebt, verschleiert andere Wahrheiten. Zu schnell vergisst man in diesem grellen Schein, dass jeder Mensch unabhängig vom Geschlecht Nachteile erleiden kann. Benachteiligungen können sogar systemimmanent, politisch gewollt,  gesellschaftlich geduldet und   erwünscht sein. Es muss also nicht wundern, wenn es zu einem Vortrag wie diesen auch Gegenwehr gibt.

Wenn man über Diskriminierungen von Männern redet, kann es passieren, dass man allerlei Dingen bezichtigt wird. Manch Einer oder manch Eine, will nicht hören und wahrhaben, dass es Männern auch deshalb schlecht gehen kann, weil sich Frauen entsprechend verletzend und missachtend verhalten.  Dabei ist das genauso offensichtlich, wie im umgekehrten Fall.

Manchmal heißt es dann, man wolle die Geschichte wieder zurückdrehen und strebe Zustände an, die man doch gerade erst mit Hilfe der Frauenbewegung überwunden hätte. Und das wird einem nur deshalb vorgeworfen, weil man für Männer eintritt. Gelegentlich kommen auch politisch eingefärbte Denunziationen. Man wird z.B. in die rechte Ecke gestellt. Was derzeit so ziemlich das letztmögliche Mittel ist, einen Menschen fertig zu machen. Wenn man über Diskriminierung von Männern spricht, wird einem von den Vertretern der Gender Industrie auch schon mal Homophobie angedichtet. Dort  definiert man Geschlecht sehr freizügig und beschreibt mehr als zwei Geschlechter.

Diskriminierung kennt doch aber kein Geschlecht und kann immer dann einen Menschen treffen, wenn ein anderer seine Position dafür auszunutzen weiß. Insofern dürfte es eigentlich keine, ausschließlich auf Frauen fokussierende gleichstellungspolitische Kampagnen geben.

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Mütter sollen Vater des Kindes bennen müssen!

18.09.2016 von | Kommentare geschlossen

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-08/heiko-maas-kuckuckskinder-mutter-sexualpartner-auskunftspflicht

Liebe Frauen,

Ihr könntet euch darüber freuen, dass heutzutage mit einfachsten Mitteln eine Vaterschaft bereits in der sehr  frühen Schwangerschaft nachweisbar ist. Das väterliche Erbgut breitet sich nach der Empfängnis sehr schnell im schwangeren Leib der Frau aus und ist in allen Köperteilen, Zellen und Organen nachweisbar.Das macht sich die Methode ´Blutstropfen´ zu Nutze. Man spürt diese Gene auf und gleicht sie mit dem väterlichen Erbgut ab. So einfach und scheinbar doch unerwünscht.

Endlich könnte ein Mann von Anfang an, ich meine, wirklich von Anfang an, in alle Belange das Kind betreffend gleichberechtigt einbezogen werden. Er könnte fast zeitgleich zur Mutter erfahren, dass er Vater wird und müßte nicht warten, bis die Mutter des Kindes ihm diese frohe  irgendwann einmal mitteilt.

Mir gehen die derzeitigen politischen Diskussionen nicht weit genug. Man schöpft die vorhandenen Möglichkeiten und Notwendigkeiten für Vater, Mutter und Kind nicht wirklich aus.  Man verkennt die Prioritäten, weil man in keinster Weise die Rechte des neuen Menschenkindes und des werdenden Vater ernsthaft abwägt, sondern fast immer dort stehen bleibt, wo die Interessen der werdenden Mutter berücksichtigt sind.

Bei Schwangerschaft geht es nicht ausschließlich um eine Frau und einen Frauenkörper, wie uns weis gemacht werden soll. ´Mein Bauch gehört mir´gilt nur solange, wie Sex und Geschlechtsverkehr kein Kind zur Folge haben – also ausschließlich im unschwangeren Zustand!!!

Mit Eintritt einer Schwangerschaft geht es um ein neues Menschenleben. Und das hat die Wahrheit verdient.  Es geht auch um das Recht eines Kindes  auf Leben und auf Kenntnis und Umgang mit dem biologischen Vater. Dieses Recht darf dem Kind nicht mal eben so von der Mutter genommen werden.

Es ist mehr als unmoralisch dem Kind einen anderen als den biologischen Vater als ´leiblichen Vater´ unterzuschieben. Es ist ein Rechtsbruch, sich an dem Geld eines Mannes zu bereichern, den man fälschlicherweise als Vater angegeben hat. Ausgehend von einer Lüge will man ein Kind erziehen?

Wieviel Unrecht muss eine Frau getan haben, bevor sie sich wirklich rechtfertigen muss und einer gerechten Strafe zugeführt wird?

Väter, die keinen Unterhalt zahlen (wollen/können), will man den Führerschein entziehen. Man macht noch nicht einmal den Versuch zu verstehen, was einen Vater möglicherweise bewegen könnte sich so zu verhalten.  Die Ursachen und Umstände männlicher Zahlungsmüdigkeit zu ergründen, sollte der Bundesregierung eine Studie wert sein, bevor man vorschnell zu gesetzlichen Maßnahmen übergeht.

Und was sollte Frauen widerfahren, die ihr Kind, den Vater und den Staat bezüglich der Vaterschaft anlügen? Dazu müsste es ebenso politische Entscheidungen geben. Doch an dieser Stelle tut sich der Staat schwer…

 

 

 

 

 

 

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