Bertelsmann Studie – ältere Männer mit geringer Bildung

24.12.2016 von | Kommentare geschlossen

Es heißt, man hätte herausgefunden, dass je älter Männer sind, je geringer  ihr Bildungsstand  und je niedriger ihr Einkomemen, desto höher sei ihre Angst vor Globalisierung und die Wahrscheinlichkeit des Hangs zum Rechtspopulismus.

Früher nannte man Menschen mit geringem Bildungsstand und geringem Einkommen “Arbeiter”. Diese hatten einen gesellschaftlichen und politischen Wert. Deshalb schuf man zunehmend gesellschaftliche und politische Strukturen, die einem Arbeiter das Leben und die Arbeit erleichtern sollten. Es gründete sich die Arbeiterbewegung. Eine durchaus ernstzunehmende gesellschaftliche Gruppe, mit Strahlkraft. Die Politik umwarb diese armen, wenig gebildeten Menschen und began ihre Anliegen berechtigt zu finden und sie aufzugreifen.

Nach den Arbeitern, gelang es auch den Frauen, politische Forderungen durchzusetzen. Ohne Arbeiter und Arbeiterbewegung, hätten Frauen bis heute womöglich nicht so viele Erfolge für sich verbuchen können.

Vielleicht sollten die etablierten Parteien die Ängste ungebildeter, armer Menschen in Europa, wie früher, wieder stärker in den Blick nehmen und das Feld nicht anderen überlassen. Dann gäbe es womöglich weniger/keinen Rechtspopulismus.

 

 

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Polizei will sich für die Täterinnenarbeit sensibilisieren

22.02.2011 von | 3 Kommentare

15 Polizeibeamte/Dienststellenleiter hatten heute Besuch von einer Gleichstellungsbeauftragten.

Das Ungewöhnliche daran:  Ein Vortrag “Gewalt gegen Männer die von Frauen ausgeht?” stand auf der Tagesordnung. Eine Gleichstellungsbeauftragte sensiblisiert Polizeibeamte für die weibliche Täterin, indem sie männliche Opferschaft aufzeigt. Das ist sicher in mehrfacher Hinsicht eine Premiere.

Vorbildlich: Die Polizei will sich für diese Seite des Geschehens im Kontext häuslicher Gewalt sensiblisieren. Das ist gut so, denn diese Männer und Frauen sind vor Ort und müssen in einer Gewalteskalation schnell handeln. Es ist sicher nicht immer leicht, die Situation richtig einzuschätzen, zumal das Thema insgesammt komplex ist, eben ein Familienereignis, welches die Kriminalstatistik nicht umfänglich darstellen kann.

Bisher ist dieser Themenbereich gekennzeichnet von selektiver Wahrnehmung und einer fatalistichen Kürzung auf das bekannte Täter/Mann – Opfer/Frau – Schema.

Damit wird man aber weder dem Mann als Opfer, noch der Frau als Täterin gerecht. Es ist an der Zeit auch an dieser Stelle die Scheuklappen zu entfernen und geschlechtersensible Sichtweisen zu inkludieren.

Eine mutige Premiere - auch für die Polizeidienststelle in Goslar

 

Gewalt gegen Männer Vortrag Polizei GS

 

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